USD-INDEX
Nach einer starken Woche richteten die Käufer ihren Blick erneut auf die 100,00-Marke. Der starke US-Arbeitsmarktbericht (NFP) vom Freitag bestätigte den Aufwärtstrend. Eine Zinssenkung der Fed erscheint nun nicht nur unwahrscheinlich, sondern die Zinsen könnten angesichts der aktuellen Diskussionen um eine Zinserhöhung auch länger hoch bleiben. Steigende Anleiherenditen trugen ebenfalls dazu bei. Hinzu kommt die geopolitische Unsicherheit, da die USA und der Iran einer Einigung nicht näher gekommen sind und die Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen gering ist - all dies trägt zur Rallye der globalen Reservewährung bei. Es ist außerdem erwähnenswert, dass die anderen wichtigen Währungen ihrerseits schwächeln. Beachten Sie die Bedeutung des aktuellen Widerstands-/Unterstützungsniveaus im Oktober 2024, das von Verkäufern in den Jahren 2025/26 verteidigt wird. Unterstützung bei 98,89, Widerstand bei 99,81.

S&P 500
Der starke Kurssturz am Freitag kam nicht überraschend, zumindest nicht aus technischer Sicht. Nach einer Reihe von Rekordhochs wurden die Verkäufer im Laufe der Woche durch ein Doppeltop (Umkehrsignal), einen deutlichen Kursrückgang und den anschließenden starken Arbeitsmarktbericht, der die Risikoaversion bestätigte, ausgebremst. Die bärische Engulfing-Candlestick-Formation verstärkte dieses technische Bild. Gewinnmitnahmen sind zwar nicht überraschend, nun gilt es zu prüfen, ob es sich um eine natürliche Korrektur handelt oder ob eine tiefergehende Einschnittsphase im Gange ist. Widerstand bei 7630, Unterstützung bei 7368.

GOLD
Die traditionelle inverse Beziehung bestätigt sich: Ein starker US-Dollar und höhere Renditen führen zu einem schwachen Goldpreis. Angesichts des historischen Preisanstiegs, der vor über einem Jahr begann, ist es nicht verwunderlich, dass Anleger Gewinne realisiert haben und sich vorerst zurückhalten. Obwohl der Status des Rohstoffs als sicherer Hafen unbestritten ist, scheinen Anleger zu erkennen, dass der Zeitpunkt für Käufer unter den aktuellen Marktbedingungen ungünstig ist. Technisch betrachtet wurde das Dreiecksmuster der letzten Woche durchbrochen, da Verkäufer nun einen Kurs unter 4300 US-Dollar anvisieren. Der Widerstand liegt bei 4545 US-Dollar, die Unterstützung bei 4307 US-Dollar.

BRENT-ÖL
Der nervöse Ölmarkt verzeichnete die dritte Woche in Folge einen Sieg der Verkäufer. Der Markt scheint davon auszugehen, dass ein Worst-Case-Szenario noch nicht eingetreten ist und dass keine Nachrichten offenbar gute Nachrichten bedeuten. Der zukunftsorientierte Markt bleibt optimistisch, dass eine Einigung erzielt und die Versorgungsprobleme behoben werden. Aktuell stützt die Preisentwicklung zwischen 90 und 100 US-Dollar diese Einschätzung. Sollten erneute militärische Aktionen und/oder ein vollständiges Scheitern der Verhandlungen eintreten, dürfte der Preis die 100-Dollar-Marke überschreiten. Widerstand liegt bei 99,05 US-Dollar, Unterstützung bei 92,48 US-Dollar.

BITCOIN
Die Kryptowährung bewegte sich im Einklang mit den gleichen makroökonomischen Faktoren, die auch Aktien und Gold unter Druck setzten. Zusätzlich verstärkte der hohe Hebel den starken Kursverfall. Technisch gesehen bildete sich vor vier Wochen ein Doppeltop (bärisches Signal), das das dritte niedrigere Hoch seit dem Rekordhoch von 126.000 US-Dollar im September 2025 bestätigte. Käufer werden künftig versuchen, die Unterstützung bei 60.000 US-Dollar zu verteidigen und gleichzeitig die Marke von 80.000 US-Dollar anzuvisieren, um den starken Abwärtstrend umzukehren. Der Widerstand liegt bei 73.700 US-Dollar, die Unterstützung bei 59.000 US-Dollar.
